Auf einen Blick: Die Offenen Ateliers in Daglfing und Johanneskirchen laden Dich ein, ein Wochenende lang die lebendige Kunstszene im Münchner Nordosten hautnah und in privater Atmosphäre zu erleben. Du profitierst von einem direkten Austausch mit den Kunstschaffenden, kannst Unikate ohne Galerieaufschlag erwerben und entdeckst versteckte Hinterhöfe und Werkstätten. Der Fokus liegt dieses Jahr auf einem kompakten Rundgang zwischen der Bahnhofstraße, der traditionsreichen Muspillistraße und der Freischützstraße.
Wenn Du an der S-Bahn-Station Johanneskirchen aussteigst und den kurzen Weg Richtung Muspillistraße gehst, merkst Du sofort, was dieses Viertel so besonders macht. Hier treffen alte Bauernhäuser auf moderne Architektur, und an diesem Wochenende öffnen sich Tore, die sonst verschlossen bleiben. Es riecht nach Ölfarbe, frischem Holz und diesem ansteckenden Enthusiasmus, den Künstlerinnen und Künstler versprühen, wenn sie ihre Arbeitsräume zeigen. Die Offenen Ateliers sind längst kein Geheimtipp mehr — sie gehören fest zum Kulturkalender von Bogenhausen und der Nachbarschaft.
Termin, Uhrzeiten und Rahmenprogramm
Die Ateliers öffnen am kommenden Wochenende: Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag von 12:00 bis 18:00 Uhr hast Du Zeit für Deine Entdeckungstour. Besonders schön in diesem Jahr ist das erweiterte Rahmenprogramm — in vielen Werkstätten gibt es kleine Live-Acts, von Lesungen bis hin zu Akustik-Sessions.
Meine Einschätzung: Gerade die Abendstunden am Samstag haben einen ganz eigenen Reiz. Wenn die Ateliers beleuchtet sind und sich die Nachbarschaft bei einem Glas Wein zum Fachsimpeln trifft, spürst Du diese Mischung aus dörflicher Gemütlichkeit und urbanem Geist, die Daglfing und Johanneskirchen so lebenswert macht.
Anreise & Lage
Die meisten Stationen liegen fußläufig zur S8 (Haltestelle Johanneskirchen) — wenn Du aus der Innenstadt kommst, ist die S-Bahn die entspannteste Wahl. Alternativ bringen Dich die Buslinien 154 oder 184 direkt ins Herz des Geschehens.
Wer sportlich unterwegs ist, nimmt den Radweg durch den Denninger Anger — eine wunderbare Route, um den Kopf für die Kunst frei zu bekommen. In den engen Straßen rund um die Muspillistraße sind Parkplätze Mangelware, deshalb rate ich Dir zum ÖPNV oder dem Fahrrad. Die MVG taktet am Wochenende zuverlässig, sodass Du flexibel zwischen den Stationen wechseln kannst.
Aussteller nach Straße: Bahnhofstraße & Muspillistraße
Bahnhofstraße
Direkt an der Bahnhofstraße erwartet Dich eine spannende Mischung aus klassischer Malerei und moderner Skulptur. Besonders sehenswert ist das Gemeinschaftsatelier nahe der Hausnummer 10, wo großformatige Acrylwerke auf filigrane Drahtkunst treffen. Dort finden oft auch kleine Vorführungen statt, bei denen Du zusehen kannst, wie ein Werk entsteht — und es ist erstaunlich, wie viel Kreativität in diesen funktionalen Räumen Platz findet.
Muspillistraße
Die Muspillistraße ist das historische Herzstück der Tour. In verwinkelten Hinterhöfen und ehemaligen Scheunen haben sich Kunstschaffende niedergelassen, die vor allem mit Naturmaterialien arbeiten. Von handgefertigter Keramik bis hin zu Fotokunst, die den Wandel Johanneskirchens dokumentiert, ist alles dabei. Achte auf die gelben Fahnen an den Eingängen — sie weisen Dir den Weg zu den Pop-up-Galerien, die nur an diesem Wochenende existieren.
Freischützstraße: Stationen und Highlights
Beteiligte Ateliers und Galerien
An der Freischützstraße wird es etwas moderner. Hier präsentieren sich Künstlerinnen und Künstler, die verstärkt mit digitalen Medien und abstrakter Grafik arbeiten. Die Preisspanne ist erfreulich breit: Vom signierten Kunstdruck für 30 Euro bis zum repräsentativen Ölgemälde im vierstelligen Bereich ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Die meisten Künstler haben Visitenkarten oder kleine Kataloge vor Ort, falls Du Dich nicht sofort entscheiden willst und Dich lieber später noch einmal meldest.
Für Familien und Neugierige
Familien mit Kindern empfehle ich den Sonntagvormittag. In der Freischützstraße gibt es oft Mitmachangebote, bei denen sich der Nachwuchs selbst an der Staffelei ausprobieren kann. Es ist schön zu beobachten, wie unbefangen Kinder auf Kunst reagieren, wenn sie merken, dass man in einem Atelier auch mal etwas anfassen darf — natürlich nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Wer es lieber ruhig mag, kommt am besten am frühen Samstagnachmittag.
Besuchs-Tipps & Service
Barrierefreiheit, Hunde, Kauf & Bezahlung
Ein wichtiger Hinweis: Da viele Ateliers in historischen Gebäuden oder Souterrain-Räumen untergebracht sind, ist vollständige Barrierefreiheit leider nicht überall gegeben. Im Zweifel hilft ein Blick auf die Aushänge am Eingang. Vierbeinige Begleiter sollten besser draußen warten, denn in den oft engen Räumen mit empfindlichen Kunstwerken wird es schnell zu eng. Was die Bezahlung angeht: Viele Künstler bevorzugen Bargeld, aber immer mehr bieten mittlerweile auch Kartenzahlung oder PayPal vor Ort an.
Gastronomie und empfohlene Route
Damit der Tag rund wird, empfehle ich Dir eine feste Route: Starte an der Bahnhofstraße, schlendere durch die Muspillistraße und ende an der Freischützstraße. Zwischendurch lohnt ein Abstecher in die lokale Gastronomie — ein Kaffee am Johanneskirchner Platz oder eine Einkehr in einem der bayerischen Wirtshäuser im Viertel runden das Erlebnis wunderbar ab. Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Stadtbezirk findest Du übrigens auch regelmäßig in den Protokollen vom Bezirksausschuss 13 Bogenhausen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann finden die Offenen Ateliers statt? Die Ateliers sind am kommenden Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr und am Sonntag von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Kostet der Besuch Eintritt? Nein, der Besuch aller teilnehmenden Ateliers ist kostenlos und eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wie erreiche ich die Ateliers am besten? Am einfachsten mit der S8 bis Haltestelle Johanneskirchen oder mit dem Fahrrad über die Radwege des Denninger Angers.
Kann man vor Ort Kunst kaufen? Ja, die meisten Künstler verkaufen ihre Werke direkt. Barzahlung ist üblich, oft ist aber auch Zahlung per Karte oder App möglich.
Darf man in den Ateliers fotografieren? Das ist unterschiedlich. Bitte frage aus Höflichkeit immer kurz die Kunstschaffenden, bevor Du die Kamera oder das Smartphone zückst.
Weiterlesen
Mehr aus Bogenhausen findest Du in unserer Rubrik Kultur.
Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz verfasst, mit plinio GEO. Trotz sorgfältiger Kontrolle können wir Fehler oder überholte Informationen nicht ausschliessen.